Sachversicherungen

Die Sachversicherungen sind die Versicherungen, die Sachen oder Gegenstände versichern. Der Versicherungsnehmer aber ist die Person, die den Versicherungsvertrag abschließt. Die Leistungen beschränken sich dann auf die versicherte Sache. Im Gegensatz dazu stehen die Individualversicherungen, die Personen versichern.

Saisonkennzeichen

Das Saisonkennzeichen kann dann genutzt werden, wenn das Fahrzeug nur über einen kurzen Zeitraum angemeldet ist. So ist es eine günstigere Angelegenheit für den Versicherungsnehmer, wenn er das Fahrzeug dann auch über das Saisonkennzeichen versichern lässt.

Schadensanzeige

Der Versicherungsnehmer hat die Pflicht, bei einem eingetretenen Schaden eine Schadensanzeige bei der Versicherung aufzugeben. Wird ein Schaden erst verspätet bei der Versicherung gemeldet, dann kann es passieren, dass eine Deckung nicht gewährt wird.
Die Versicherung weiß dann schon einmal Bescheid und kann dann, wenn der Geschädigte sich bei der Versicherung meldet, schneller für die Regulierung des Schadens sorgen. Die Schadensanzeige kann bei den Online-Versicherungen auch online erledigt werden. Es ist auch, je nach Versicherung unterschiedlich, wie die Schadensanzeige auszusehen hat. Fordern einige eine genaue und detaillierte Beschreibung, wie es zu dem Schaden gekommen ist, verzichten andere darauf.

Schadensersatz

Ist ein Schaden entstanden, dann fordert der Geschädigte einen Schadensersatzanspruch von dem Verursacher. Der Schadensersatzanspruch ist über eine bestehende Versicherung immer abgedeckt, wenn der Schaden auch nicht grob fahrlässig entstanden ist. Die Haftpflichtversicherungen werden hier die entsprechenden Schritte einleiten, dass der Schadensersatzanspruch geprüft wird und wenn bewiesen ist, dass der Versicherte dieses gemacht hat, dann wird mit der Regulierung der Schadenssumme der Schadensersatzanspruch abgegolten.

Schadenfreiheitsrabatt

Bei der KFZ-Versicherung findet die Bemessung der Beitragshöhe auch über die Schadenfreiheitsklasse statt. Dieses wird in der Haftpflichtversicherung und in der Vollkaskoversicherung angewendet und dieses bestimmt das Risiko, welches der Fahrzeughalter mit sich bringt.
Es werden für jedes Versicherungsjahr die schadenfreien Jahre des Versicherten ermittelt und anhand dieser erfolgt dann eine prozentuale Einstufung des Versicherten. Bei der Schadenfreiheitsklasse 1, dieses ist gleichzusetzen mit einem Jahr indem der Versicherungsnehmer ohne einen zu regulierenden Schaden die Versicherung genutzt hat, wird die Versicherung zu 100 Prozent der Beitragssumme berechnet. Wenn der Versicherungsnehmer dann weitere Jahre eine Versicherung genutzt hat, ohne das von diesen ein Schaden reguliert werden musste, dann werden die Prozentsätze immer weiter sinken, sodass darüber ein Rabatt gegeben wird.
Bei einem Versicherungswechsel werden die gleichen Klassen beibehalten, allerdings kann es zu prozentualen Abweichungen bei den einzelnen Gesellschaften in den Klassen kommen.

Schlussanteil

Beinhaltet eine kapitalbildende Versicherung einen Schlussanteil, dann ist dieses ein Gewinn aus der Anlage der Beitragszahlungen, der einmalig zum Ende der Vertragslaufzeit gezahlt wird. Dieses kann Vor- und auch Nachteile für den Versicherten haben, welches in den zuzahlenden Steuern begründet ist, aber auch in den Gewinnen, die aus der längeren und auch höheren Anlage entstehen können.

Schweigepflicht – Entbindung

Ist es für einen Versicherungsschutz wichtig, dass eine Auskunft des Arztes benötigt wird, dann muss der Versicherungsnehmer seinen Arzt von der Schweigepflicht befreien. Dieses geschieht in der Regel schon mit der Unterzeichnung des Versicherungsvertrages, indem ausdrücklich auf die Schweigepflicht-Entbindung hingewiesen wird.
Anwendung findet dieses bei den Versicherungen, bei denen die Gesundheitsfragen für einen Versicherungsschutz nicht ausreichen und auch bei den Lebensversicherungen ist dieses wichtig, wenn die genaue Todesursache geklärt werden muss.

Selbstbeteiligung

Die Selbstbeteiligung bedeutet den gleichen Sachverhalt wie der Selbstbehalt. Hat ein Versicherungsnehmer einen Versicherungsvertrag mit einer Selbstbeteiligung abgeschlossen dann muss die Versicherung erst die Versicherungsleistungen, die diese Summe überschreiten auch zahlen.

Selbsttötung

Ein Todesfall, welcher durch eine Selbsttötung ausgelöst worden ist, der ist über die Lebensversicherung nicht versichert. Die Hinterbliebenen bekommen in diesem Fall keine finanziellen Leistungen aus der Versicherungsleistung ausgezahlt. Der Tod muss auf natürlichem Wege geschehen, damit eine Leistung auch gewährt werden kann. Da der Tod aber herbeigeführt worden ist, wird die Versicherung sich auf diesen Vertragsbestandteil berufen.

Sengschaden

Ein Sengschaden ist ein Schaden, der nicht direkt durch ein Feuer, sondern durch übermäßige Hitzeeinstrahlung entstanden ist. Aus diesem Grund wird die Hausratversicherung und auch die Gebäudeversicherung keine Deckung für einen solchen Schaden übernehmen. Eine Ausnahme ist es, wenn ein Feuer die Hitzeeinstrahlung ausgelöst hat und dann der Sengschaden entstanden ist.

Seniorentarife

Die Versicherungsgesellschaften sind dazu übergegangen, den unterschiedlichen Personengruppen auch andere Risikoabsicherungen anzubieten. Der Grund liegt darin, dass alle auch unterschiedliche Risiken mit sich bringen. Besonders deutlich wird dieses bei den Senioren, die laut der Versicherungen die Gruppe sind, die am wenigsten Schäden verursachen. Deshalb kann eine Versicherung in den meisten Angeboten auch spezielle Tarife für die Senioren anbieten. Die Seniorentarife sind in der Regel günstiger, da sie auch andere, individuelle Risiken absichern.

Sonderausgaben

Die Aufwendungen, die für die private Absicherung anfallen, die können in der Steuererklärung unter bestimmten Umständen auch steuerlich geltend gemacht werden. So kann der Versicherte auch einen Teil an Steuern einsparen, wenn die Aufwendungen das zuversteuernde Einkommen mindern können.
Aber nicht alle Verträge lassen dieses zu, sodass die Versicherten, die mit den Vorsorgeversicherungen auch hier einen Nutzen ziehen möchten, dieses im Vorfeld klären sollten.

Sparanteil

Der Sparanteil ist bei den Kapitallebensversicherungen zu finden. Der zuzahlende Beitrag setzt sich hier aus zwei Werten zusammen. Der Risikoanteil ist dafür gedacht, dass er das Risiko, den Todesfall, absichern soll und den Sparanteil nutzen die Versicherungsgesellschaften dazu, dass die Kapitalauszahlung zu Lebzeiten aufgebaut werden kann.
Bei der Beitragsgestaltung ist darauf zu achten, dass beide Anteile in etwa in der Waage sind, damit auch beide Versicherungen gleiche Leistungen bringen können.

Sparerfreibetrag

Bei den kapitalbildenden Versicherungen kann sich der Versicherte mit dem Sparerfreibetrag von den Steuern, die für die Gewinne gezahlt werden müssen, befreien lassen. Dieses hat dann die positive Folge, dass die Gewinne auch im vollen Umfang behalten werden können und der Versicherte diese nicht bei der Auszahlung versteuern muss, welches zu niedrigen Erträgen führt.

Sterbegeld

In früheren Jahren wurde aus der Gesetzlichen Krankenversicherung den Hinterbliebenen von verstorbenen Versicherten Sterbegeld ausgezahlt. Mit diesen Kosten konnten die ersten Kosten, die nach dem Tod anfallen, wie für die Beerdigung, gedeckt werden. Dieses wurde jedoch abgeschafft.
Heute muss eine separate Sterbegeldversicherung abgeschlossen werden, wenn für diesen speziellen Fall auch eine Leistung bezogen werden soll. Die Private Unfallversicherung und auch die Lebensversicherungen bieten den Hinterbliebenen eine Leistung an, aus der diese Kosten aber auch für diese Zwecke genutzt werden können.

Sturmschäden

Ein Sturm kann einen großen Schaden anrichten. Daher ist es sinnvoll, auch diese Deckungsvariante in den Versicherungen einzuschließen. Bei der Hausrat- und der Gebäudeversicherung kann dieses obligatorisch genutzt werden, bei der Teilkaskoversicherung der Autoversicherung ist diese Deckung in allen Verträgen zu finden.
Wichtig ist es für die Schadensregulierung nach einem Sturmschaden, wie die Versicherungsgesellschaft einen Sturm definiert. Dieser kann nämlich bei einigen Gesellschaften auch erst bei der Windstärke von 8 beginnen, bei anderen auch schon eher. Auch die genaue Abgrenzung, was ein Schaden von einem Sturm ist, sollte beachtet werden, denn auch hier gibt es große Unterschiede bei den Gesellschaften. So kann ein direkt durch den Sturm entstandener Schaden beglichen werden, ein Schaden aber der als Folge der Folge von einem Sturm entstanden ist, nicht.