Abrufphase

Bei einer Kapitallebensversicherung kann eine Abrufphase vereinbart werden. Dies bedeutet, dass innerhalb eines Zeitraums von fünf Jahren vor dem eigentlichen Ablaufdatum schon Leistungen aus der Erlebensversicherung genutzt werden können. Dadurch wird die Versicherung flexibler, besonders da Kapitallebensversicherungen über einen langen Zeitraum angelegt sind und keiner genau weiß, wie es in vielen Jahren aussieht.

Abschlusskosten

Unter den Abschlusskosten verstehen die Versicherungsgesellschaften alle Bearbeitungsgebühren, die in Verbindung mit dem Vertragsabschluss anfallen. Die Kosten können als einmalige Gebühren anfallen, oder aber auch mit den Beiträgen zur Versicherungspolice verrechnet werden.

Abwehranspruch

Die Private Haftpflichtversicherung übernimmt auch die Abwehr des Schadensersatzanspruches, wenn dieser nicht gerechtfertigt ist. Wenn der Versicherung ein möglicher Schadensfall gemeldet wird, dann überprüft sie, ob der Versicherte auch wirklich dafür haftbar gemacht werden kann. Wenn nicht, dann wird dieses dem Geschädigten und eventuell den gegnerischen Anwälten auch so mitgeteilt. Dieses ist unter der Bezeichnung Abwehranspruch in den Leistungen der Versicherung enthalten.

Allgefahrendeckung

Wenn eine Versicherung eine Allgefahrendeckung aufweist, dann kann der Versicherte sich sicher sein, dass er hier ein weitreichendes Leistungsspektrum bekommt. Denn die Sachversicherungen bieten bei vielen Ursachen, die einen Schaden herbeigeführt haben, eine Absicherung an. Der Versicherungsschutz kann gemindert werden, indem einzelne Leistungen ausgeschlossen werden - in dem Fall kann man nicht mehr von der Allgefahrendeckung sprechen.

Allmählichkeitsschaden

Wenn ein Schaden durch eine Ursache entstanden ist, die über einen längeren Zeitraum auf den Gegenstand eingewirkt hat, dann nennt man dieses einen Allmählichkeitsschaden. Es kann sein, dass einige Versicherungsgesellschaften hier keine 100-prozentige Kostendeckung übernehmen, da die Ursache im Vorfeld hätte bemerkt und dann beseitigt werden können. Bei einem Schaden, der nach und nach durch Frost entstanden ist, liegt ein solcher Fall vor.

Arbeitsunfähig

Die genaue Abgrenzung einer Arbeitsunfähigkeit ist sehr wichtig zu kennen, denn nur dann können entsprechende Hilfen seitens des Staates oder auch von Versicherungsgesellschaften genutzt werden. Eine Arbeitsunfähigkeit liegt dann vor, wenn man über einen lang andauernden Zeitraum keine Tätigkeiten oder Arbeiten mehr verrichten kann. Ein Arzt muss dieses, aufgrund einer Krankheit oder als Folge eines Unfalls, den entsprechenden Institutionen bescheinigen.

Arglistige Täuschung

Aufgrund einer arglistigen Täuschung kann ein bestehender Versicherungsvertrag fristlos gekündigt werden und es besteht dann keinerlei Leistungsanspruch mehr. Eine arglistige Täuschung liegt dann vor, wenn der Versicherungsnehmer bewusst falsche Angaben gemacht hat, die ihn bevorteilen, so zum Beispiel bei den Gesundheitsfragen, damit er eine günstigere Absicherung bekommt oder überhaupt eine. Sollte die Versicherungsgesellschaft im nachhinein oder auch bei einer Leistungsanforderung diese falschen Angaben bemerken, dann werden entsprechende Konsequenzen gezogen.

Aufsichtspflicht der Eltern

Den Eltern von Kindern wird eine Aufsichtspflicht eingeräumt, sie müssen die Kinder so behüten, dass die Kinder nichts Verbotenes machen können, welches einen Schaden nach sich ziehen kann. Kinder unter sieben Jahren sind nicht deliktfähig, können also nicht für einen Schaden haftbar gemacht werden und Kinder, bis zum 18. Lebensjahr sind nur beschränkt haftbar. Wenn die Eltern die Aufsichtspflicht verletzen werden sie für den Schaden haftbar gemacht und müssen diesen regulieren.
Eine abgeschlossene Private Haftpflichtversicherung ist zu empfehlen, da diese auch für diese Schäden, wenn es als Leistungsmerkmal abgeschlossen worden ist, aufkommt.

Ausfalldeckung

Mit der Ausfalldeckung soll verhindert werden, dass ein Geschädigter auf den Kosten eines Schadens sitzen bleibt, weil der Schadenverursacher nachweisbar und gerichtlich belegt keine finanziellen Mittel hat, diesen zu begleichen. In diesem Fall würde dann die eigene Haftpflichtversicherung für die Kosten aufkommen. Die Ausfalldeckung ist eine Leistung, die über die Private Haftpflichtversicherung eingeschlossen werden kann, damit diese Kosten dann nicht getragen werden müssen.

Ausschluss

Unter dem Ausschluss versteht man die Leistungen, die im Versicherungsvertrag nicht eingeschlossen sind. Der Versicherte kann sich für einen Ausschluss der Leistungen entscheiden, wenn er sein Risiko in diesem Bereich als nicht zu groß ansieht, oder aber auch die Versicherungsgesellschaft kann die Leistung im Vorfeld ausschließen.

Außergerichtliches Verfahren

Auch die Kosten, die für ein außergerichtliches Verfahren anfallen, kann die Rechtsschutzversicherung die Kosten übernehmen. Dieses kann dann der Fall sein, wenn der Versicherte sich nur bei einem Rechtsbeistand beraten möchte, aber noch kein Rechtsstreit, etc. eingeleitet worden ist. Auch die Kosten, die dann entstehen, wenn sich beide Parteien, sei es auch über Rechtsanwälte, einigen, bevor es zu einem gerichtlichen Termin gekommen ist, die werden von der Versicherung im Rahmen der Leistungsdeckung übernommen werden.

Außerordentliche Kündigung

Eine außerordentliche Kündigung des Versicherungsvertrages kann der Versicherte oder auch die Gesellschaft vornehmen. Möchte der Versicherungsnehmer von seinem Recht gebrauch machen, dann kann er dieses nur nach einer außerplanmäßigen Beitragserhöhung machen oder dann, wenn die Versicherungsgesellschaft einen Schaden reguliert hat. Die Versicherungsgesellschaft kann eine außerordentliche Kündigung aussprechen, wenn der Versicherte mit den Beitragszahlungen in Rückstand ist.